Besondere Funktionen
Anhänge
Mit Jack B. Nymble können Sie anonyme und pseudo-anonyme Nachrichten mit Anhängen versehen und dabei eine Reihe von Kodierungen verwenden. In den meisten Fällen sollte die Einstellung “MIME Auto encode” zum gewünschten Resultat führen. Dieser Abschnitt erklärt einigermaßen detailliert die Verfahren, die Jack B. Nymble zum Kodieren von Mail anwendet.
Anhänge kodieren
MIME TXT
Der Anhang wird als MIME-ASCII-Text ohne Kodierung angehängt. Die Datei sollte nur 7-bit ASCII-Text enthalten. Wenn Sie diese oder eine andere unverträgliche Einstellung wählen, um eine Binärdatei anzuhängen, wird die Mail als Binärdatei verschickt. Das ist nicht nur unerwünscht, es kann tatsächlich einige Mailserver in Mitleidenschaft ziehen. Verzichten Sie darauf, MIME TXT zu verwenden, es sei denn, Sie sind sich sicher, dass Ihre Sendung keine Binärdaten enthält.
MIME GIF
Ein GIF-Bild
MIME JPG
Ein JPEG-Bild
MIME XXX
Jede Art von Binärdatei, im Allgemeinen für zip, com, exe, wav, avi, etc. verwendet. Kann auch bei Textdateien, die kein ASCII-Klartext sind, eingestellt werden.
MIME HTM
Eine HTML-Datei
MIME ALT
Der Anhang ist ebenfalls eine HTML-Datei, aber eine zusätzliche Funktion wird ausgenutzt. Diese Kodierung dient dazu, Rich Mail und einen alternativen MIME-Teil zu erzeugen. Durch alternative MIME-Kodierung wird eine HTML-Datei mit Klartext-Äquivalent angehängt. Wenn das Email-Programm des Empfängers Rich Mail unterstützt, wird sie angezeigt, der Klartext bleibt entweder unsichtbar, oder erscheint am Ende. Wenn das Programm Rich Mail nicht unterstützt, wird der Klartext angezeigt und die HTML-Datei verbleibt im Anhang.
Um MIME ALT zu verwenden, fertigen sie eine HTML-Version Ihrer Nachricht an, komplett mit <HTML><BODY>-Tags, u.s.w. Dann schreiben Sie die Klartext-Version Ihrer Nachricht. Tragen sie die Klartext-Version im Textbereich des Nachrichtenbuches ein. Hängen Sie die HTML-Version mit MIME ALT an.
MIME 8-Bit Text
für Text im erweiterten, internationalen Zeichensatz. Nicht alle Mail-Systeme akzeptieren Email in diesem Format.
MIME Auto
Diese Einstellung weist Jack B. Nymble an, den Typ derDatei zu ermitteln und den passenden MIME-Typ darauf anzuwenden. Jack B.Nymble geht wie folgt vor:
Wenn die ersten 1000 Bytes der Datei ASCII-Klartext sind, wird die Datei alsMIME TXT angehängt (Oder MIME HTM, wenn die Datei eine”.HTM”-Erweiterunghat).
Wenn die ersten 1000 Bytes Binärdaten enthalten, wird die Datei als MIME JPG oder MIME GIF angehängt, wenn sie diese Erweiterungen hat. Anderenfalls wird MIME XXX angewendet.
ZUR BEACHTUNG: Wenn die angehängte Datei ungewöhnlicherweise in den ersten 1000 Bytes Klartext und in späteren Abschnitten Binärdaten enthält, müssen Sie zum Kodieren explizit MIME XXX auswählen, um eine binäre Mail zu verhindern.
Außerdem wird jede Datei, die Sie verschlüsseln oder unterzeichnen, damit zu ASCII-Klartext. Entsprechend wird Jack B. Nymble sie dann als MIME TXT anhängen, gleichgültig, welchen MIME-Typ Sie wählen.
Wenn die Datei, die Sie anhängen ASCII-Klartext ist, Sie sie aber dennoch als Datei (anstelle einer internen Textnachricht) anhängen möchten, verwenden Sie MIME XXX anstelle von MIME Auto. Dadurch wird das Emailprogramm des Empfängers veranlasst, den Anhang als Datei zu behandeln (Diese Methode ist nützlich, um Dateien wie AUTOEXEC.BAT oder CONFIG.SYS anzuhängen, die aus reinem ASCII-Text bestehen).
UUEncode
Dateien können UUE-kodiert werden. Wenn Sie eine Nachricht mit MIME-Teilen UUE-kodieren, wird der UUE-kodierte Abschnitt in einen MIME TXT-Bereich eingebettet.
PGP Armor
Die Datei wird mit der Option “-a” von PGP kodiert. Eine solche Datei kann dann von jedem PGP-Benutzer dekodiert werden. Kein Schlüssel oder Passphrase ist erforderlich. Wenn sie PGP-Armor bei einer Nachricht mit MIME-Teilen verwenden, wird der Anhang in einen MIME TXT-Bereich eingebettet.
PGP Conv
Die Datei wird konventionell verschlüsselt. Das Nachrichtenbuch muss im Normalmodus verarbeitet werden (Nicht minimiert), damit sie die konventionelle Passphrase für PGP eingeben können. Wenn Sie PGP Conv in einer Nachricht mit MIME-Teilen verwenden, wird der Anhang in einen MIME TXT-Bereich eingebettet.
None
Keinerlei Kodierung wird angewandt. Sehen Sie davon ab, diese Einstellung bei Binärdateien zu verwenden. Wenn Sie diese Einstellung bei Nachrichten mit MIME-Teilen verwenden, wird der Anhang in einen MIME TXT-Bereich eingebettet.
Suchen und Verketten von Adressen
In einem Nachrichtenbuch sehen Sie rechts der To-, CC- und Bcc-Felder zwei Tasten mit der Aufschrift “?” und “+“.
Druck auf “?” bewirkt, dass Ihre Adressen durchsucht werden. Tragen Sie die Zeichenfolge ein, nach der Sie suchen lassen wollen und drücken Sie “?“. Drücken Sie es wiederholt für mehrfache Suchläufe. Die Funktion achtet nicht auf Groß- und Kleinschreibung. Sie können auch die Zeichenfolge eingeben und Tabulator oder Enter drücken, was äquivalent zu “?” ist.
Die “+“-Taste wird verwendet, um Listen von Adressen zusammenzustellen, in der Form:
Diese Adresslisten werden von Nym-Servern und einigen Remailern unterstützt.
Um die Funktion zu nutzen, geben sie eine Adresse ein, oder wählen Sie eine aus. Drücken Sie “+“, um die Funktion einzuschalten. Wählen oder schreiben Sie die nächste Adresse, dann drücken Sie noch einmal “+“, um sie hinzuzufügen. Wiederholen Sie das so oft wie nötig.
Um die Funktion neu auszuführen, leeren Sie das Feld und drücken Sie”+“.
Sie können auch “?” und “+” kombinieren, indem Sie nach einer Adresse suchen und dann “+” drücken, um sie hinzuzufügen.
Antwort auf Zwischenablage (Reply To Clipboard)
Die Funktion Tools|Reply To Clipboard lässt Sie schnell auf Email und Newsgroup-Artikel antworten. Kopieren Sie die Nachricht, die Sie beantworten möchten, einschließlich der Header, in die Zwischenablage. Dann wählen Sie Tools|Reply To Clipboard.
Die Funktion Follow-Up Clipboard arbeitet ähnlich, nur, dass die From-Adresse nicht in den To-Header geschrieben wird. Dadurch können sie eine Nachrichten-Schablone einrichten, die im To-Feld einen mail2news-Gateway enthält und mit Follow-Up Clipboard dort eine Nachricht einfügen.
Remailertest
Leeren Sie ein Nachrichtenbuch und wählen Sie Book|Remailer Test(Funktioniert nur bei Cypherpunk-Remailern). Tagen Sie Ihre Email-Adresse in das To-Feld ein. Wählen Sie alle Remailer aus, die sie testen wollen (Oder wählen Sie keinen einzigen aus. In diesem Falle werden alle getestet). Drücken Sie &Send (oder verarbeiten Sie das Buch, wie sie es sonst tun). Sie werden von jedem Remailer, der funktioniert, eine Antwort erhalten.
Beachten Sie, dass die Funktionalität eines Nachrichtenbuches sehr eingeschränkt ist, wenn es sich im Remailertest-Modus befindet. Die From-, CC-, Bcc-Header und Remailer-Header werden ignoriert.
ACHTUNG: Der Remailertest in Jack B. Nymble setzt die Verwendung von PGP2.6.3 (i) voraus.
Testen von Reply-Blöcken
Wenn sie ein Nymbuch öffnen und Tools|Test Reply-Block auswählen, wird ein Nachrichtenbuch auf der Basis des aktuell gezeigten Blockes erzeugt. Dieses Nachrichtenbuch generiert eine Test-Nachricht, die nach dem Absenden den gleichen Weg nimmt, den auch eingehende Nym-Mail vom Nym-Server aus zurücklegen würde.
Vielleicht wollen Sie einen Reply-Block testen, bevor Sie ihn an den Nym-Server übermitteln, um die Kompatibilität der Funktionen und der einzelnen Remailer zu prüfen.
Die Methode kann auch dazu dienen, die Remailer eines bestehenden Blockes zu testen.
Vor dem Abschicken einer solchen Nachricht sollten Sie ein paar Informationen in den Text-Bereich des Nachrichtenbuches schreiben, um an den Zweck der Nachricht zu erinnern, -anderenfalls erreicht Sie ihr Ziel als leere Mail. Achten Sie dennoch darauf, dass sie nicht offenbaren, zu welchem Nym-Account der Reply-Block gehört. Sie können das sicherstellen, indem Sie den Nachrichtentext mit einem Test-Schlüssel (NICHT mit dem Nym-Schlüssel) oder einer konventionellen Passphrase verschlüsseln.
Alternativ könnten Sie auch einfach eine Zahl oder ein Schlüsselwort in den Textbereich schreiben, dann die identische Zeichenfolge im Kommentarfeld des Nymbuches eintragen. Wenn die Nachricht eintrifft, erkennen Sie dann, zu welchem Reply-Block sie gehört.
Die Remailerkette wird sicherer, wenn Sie einen zuverlässigen Remailer an die erste Position setzen.
Anders als bei echten Nym-Nachrichten, bewirkt das Nym-Kommando”cryptrecv” nicht die Verschlüsselung der Nachricht und es fehlt auch die Anweisung Encrypt-Key für die Verschlüsselung unterwegs. Statt dessen wird Ihr Text mit dem öffentlichen Schlüssel jedes Remailers verschlüsselt.
Die Test-Nachricht erreicht eine Newsgroup, wenn Ihr Reply-Block dort hinführt.
Buchdateien automatisch benennen
Gelegentlich ist es wünschenswert, dass ein Buch einen unverwechselbaren Namen trägt, damit es bei der Verabeitung (beim Sichern) nicht ein anderes Buch überschreibt. Die Funktion “Autoname” weist dem aktuellen Buch über den Menübefehl File|Autoname einen einzigartigen Namen zu.
Aktivieren Sie Book|Autoname On Load, bevor Sie eine Nachrichtenschablone *.tbk speichern, bekommt jedes Buch, das auf dieser Schablone beruht einen einzigartigen Namen.
Zum manuellen Umbenennen eines geladenen Buches, verwenden Sie entweder File|Save As oder File|Name As. Bei Verwendung von “Name As”, wird das Buch nicht eher unter dem neuen Namen gespeichert, bis Sie “Run” oder “Save”auslösen.
Die Replay-Funktion
Wenn Sie eine Nym-Nachricht versenden, wird Sie als unterschriebene und verschlüsselte PGP-Nachricht an den Nym-Server geschickt. Der Nymserver hebt ankommende Nachrichten in seinem “Replay-Cache” auf. Wenn er die gleiche PGP-Nachricht zweimal oder öfter erhält, wird nur eine einzige Ausführung der Nachricht abgeschickt. Diese Eigenschaft erlaubt es Ihnen, mehrere Kopien einer Email durch verschiedene Remailer-Ketten zu senden. Solange es eine Ausführung bis zum Nym-Server schafft, wird sie auch verschickt. Sollte mehr als eine Kopie dort anlangen, wird dennoch nur eine einzige weitergeleitet.
Jedesmal, wenn Sie eine Nachricht mit PGP unterzeichnen, wird dadurch eine neue PGP-Nachricht (-Unterschrift) erzeugt. Daher müssen bei Verwendung dieser Funktion alle versendeten Versionen identisch sein -, dieselbe unterschriebene Nachricht.
Jack B. Nymble unterstützt diese Nymserver-Eigenschaft mit der Reply-Option. Vor der Verarbeitung eines Nachrichtenbuches für eine Nym-Nachricht, drücken Sie die “Rep”-Taste. Wenn das Buch verarbeitet wird, wird die unterschriebene, verschlüsselte Nachricht in einer Replay-Datei im Verzeichnis der Nachrichtenbücher gespeichert, etwa als “Default.asc”. Die endgültige Nachricht wird wie gewöhnlich erstellt und kann dann gesendet werden.
Allerdings wird das Nachrichtenbuch zu einem”Replay-Nachrichtenbuch”, wie “Default_.bk”. Replay-Nachrichtenbücher sind Standard-Nachrichtenbücher, mit deren Hilfe Sie zusätzliche Kopien der unterschriebenen und verschlüsselten Nym-Nachrichten über andere Remailer-Ketten an den Nymserver senden können. Das Original-Nachrichtenbuch wird dabei nicht überschrieben. Die Replay-Datei wird automatisch an die Nachricht angehängt und die Adresse des Nymservers wird ins To-Feld geschrieben. Alles, was Sie tun müssen, ist Remailer auszuwählen und das Buch erneut zu verarbeiten(Der Textbereich und das From-Feld sollten dabei frei bleiben). Sie können das, so oft wie nötig, wiederholen und zusätzliche Kopien der gleichen Nachricht an den Nymserver senden.
Beachten Sie: Es ist nicht empfehlenswert, ein Nachrichtenbuch zu editieren, während es im Replay-Modus verarbeitet wird.
Es gibt eine weitere Verwendungsmöglichkeit für die Replay-Funktion. Wird Replay bei einer anonymen Nachricht mit verschlüsseltem Nachrichtenkörper eingestellt, so wird der verschlüsselte Nachrichtenkörper in der Replay-Datei gesichert und die To-Adresse wird in das Replay-Nachrichtenbuch kopiert. Die Hauptanwendung hierfür ist das Absenden mehrerer Kopien einer unterschriebenen Nym-Einrichtungsmeldung an den Nymserver über verschiedene Remailer-Ketten. Durch die Auswahl von Replay in einem Nymbuch, wird die Replay-Funktion im resultierenden Nachrichtenbuch aktiviert. Die verschlüsselte und unterschriebene Replay-Datei (.asc) wird gespeichert und kann dann mehrfach verschickt werden.
Garbage (Fülldaten)
Die “Garbage”-Einstellung in einem Nachrichtenbuch wird dazu verwendet, zufälligen Radix-64 Datenmüll an Cypherpunknachrichten anzuhängen. Es sind dazu zwei Schritte notwendig:
- Wählen Sie mit der Garbage-Einstellung die Datenmenge, die sie anhängen möchten. “5.5″ bedeutet zum Beispiel 5.5 KB.
- Wählen Sie einen Cutmarks: Header für jeden Remailer, bei dem Sie Datenmüll anhängen wollen. Wenn Sie keinen Cutmarks: Header wählen, hat die Garbage-Einstellung ebenfalls keine Auswirkungen.
Die Cutmarks, die Sie auswählen, werden auf dem betreffenden Remailer-Niveau hinzugefügt, gefolgt von 50-100% (zufälliger Wert) der Garbage-Einstellung. Zum Beispiel werden bei Auswahl von 10KB Datenmüll also zwischen 5KB und 10KB angehängt.
Werden Cutmarks ausgewählt, dann ist es wichtig, Zeichen zu verwenden, die nicht an anderer Stelle bereits auftauchen. Zum Beispiel würden “–” (Zwei Bindestriche) den Verlust Ihrer Email bedeuten, da PGP-Nachrichten mit”—–BEGIN PGP” anfangen. Es wird empfohlen “==” (Gleichheitszeichen) oder “++” zu benutzen.
Wird die Nachricht vom Remailer empfangen, wird der Datenmüll entfernt. Dadurch wird die abgesendete Nachricht auffallend kleiner sein, als die empfangene. Auf diese Weise wird eine Datenflussanalyse vereitelt. Wird außerdem eine beachtenswerte “Latent-Time” (Verspätungszeit) festgelegt, ist das Zurückverfolgen einer durch Zufallsdaten aufgeblähten Nachricht nahezu unmöglich.
Beachten Sie:
- Beim Einbau eines “Cutmarks:”-Headers sollten Sie sicherstellen, dass der Remailer, den Sie verwenden möchten, die “cut”-Option unterstützt. Das wird durch ein C in den Statistiken angezeigt. Trotzdem sollten die Statistiken nicht Ihre einzige Informationsquelle sein, da einige Quellen angeben, ein Remailer unterstütze den Cutmarks-Header nicht, während er es tatsächlich tut. Einen Test auszuführen, ist der einzige Weg, darüber Sicherheit zu erlangen. Wenn Sie Cutmarks: bei einem Remailer verwenden, der diesen Header nicht unterstützt, wird Ihre Nachricht vielleicht vernichtet.
- Wenn Sie den Cutmarks-Header zu anderen Zwecken verwenden, setzen Sie die Garbage-Einstellung auf Null, um die Funktion auszuschalten.
Zufällige Remailer (Auch: RANDOM-Remailer)
Mixmaster unterstützt zufällige Remailer. Durch die Auswahl eines”RANDOM” Remailers aus der Remailerliste eines Nachrichtenbuches, weisen Sie das Programm an, an dieser Position einen beliebigen Remailer einzusetzen.
Mixmaster wählt zufällige Remailer anhand der Statistiken in Mixmaste.htm aus (die durch das Statistikbuch aktualisiert werden). Außerdem wirken sich die Einstellungen MINREL(Minimale Zuverlässigkeit), MAXLAT(Maximale Verspätungszeit) und DISTANCE auf die Auswahl aus. Sie werden in der Konfiguartionsdatei mixmaste.con von Mixmaster gesetzt und sind in der Anleitung (manual.txt) beschrieben.
Tip: Wenn Sie wissen wollen, welche Remailer Mixmaster ausgesucht hat, tragen Sie
VERBOSE 1
in mixmaste.con ein. Verarbeiten Sie das Buch entweder im Normal- oder Diagnosemodus (Min-Taste ausgerastet).
Zufällige Remailer sind besonders dann nützlich, wenn Sie übergroße, mehrteilige Nachrichten versenden. Durch den Einbau zufälliger Remailer in die Kette, nimmt jeder Teil einen anderen Weg zum letzten Remailer, wo die Nachricht wieder zusammengesetzt und zugestellt wird.
Eine weitere Verwendung für zufällige Remailer wird im nächsten Abschnitt “Ketten” besprochen.
Ketten
Die Einstellung “Chains” in einem Nachrichtenbuch (Mixmaster aktiviert) wird verwendet, um mehere Kopien einer Mixmasternachricht über verschiedene Wege zu senden. Solange eine Ausführung den letzten Remailer erreicht, wird die Nachricht gesendet. Der Empfänger erhält nur eine Version.
Im Feld “Chains” tragen Sie die Anzahl der Kopien ein, die Sie senden wollen. Dann suchen Sie eine Kette von Remailern aus, inklusive mindestens eines RANDOM-Remailers zwischen erstem und letztem Remailer (Beachten Sie: Wenn der letzte Remailer “RANDOM” ist, verwendet Mixmaster an dieser Position bei allen Ketten den gleichen Remailer). Für eine Erklärung zu “Random”-Remailern, konsultieren Sie bitte den vorangehenden Abschnitt “Zufällige Remailer”.
Zur Beachtung: Wenn der erste oder der letzte Remailer Ihrer Kette nicht funktioniert, geht Ihre Nachricht verloren, egal, welche Anzahl von Ketten Sie eingetragen haben.
Die Funktion “Chains” erfordert Mixmaster 2.0.4 und erzeugt Fehlermeldungen, wenn sie mit einer älteren Version verwendet wird.
Remix
Remix ist eine Funktion der Cypherpunk-Remailer, die es zwei Remailern erlaubt, Nachrichten im Mixmasterformat auszutauschen. Das erhöht die Sicherheit des Nachrichtentransportes zwischen den Remailern.
Es gibt zwei Arten von Remix, passiv und aktiv. Wenn ein Remailer die ‘Remix’-Option (R in den Statistiken) unterstützt, dann unterstützt er “transparentes” ‘Remix’. Das heißt, dass vom Benutzer keine Kommandos erwartet werden. Schon die Auswahl eines “Remix-Remailers” in einer Kette aktiviert die Funktion. Allerdings gibt es keinen Weg festzustellen, dass Remix tatsächlich stattfinidet. Zeitweilig kann die Funktion auch abgestellt sein (Dann ist aber meistens REPGP aktiviert)
Wenn ein Remailer Remix2(X in den Statistiken) unterstützt, dann akzeptiert er ein”Remix-To” Kommando. Damit wird der Remailer angewiesen,”Remix” auf die Nachricht anzuwenden. Geht das nicht, geht die Nachricht verloren.
Um ein “Remix-To” Kommando an einen oder mehr Remailer zu senden, tragen Sie einfach die Zeichenfolge “Remix-To” in das Hd-Feld ein. Wählen Sie einen Remailer, der remix2 unterstützt (einen, der in den Statistiken mit X gekennzeichnet ist). Jack B. Nymble fügt die Adresse des folgenden Remailers automatisch ein und ersetzt auf diesem Remailer-Niveau”Request-Remailing-To” durch “Remix-To”. Sie müssen aber “Remix-To” exakt so schreiben oder aus der Drop-Down-Liste auswählen (Kleinbuchstaben werden akzeptiert). Dies ist der einzige Fall, in dem es erlaubt ist, im Hd-Feld etwas Anderes, als einen kompletten Header einzutragen.
Jack B. Nymble bietet die Möglichkeit Ihre Reply-Blöcke darauf zu testen, dass Sie korrekte Remailer ausgewählt haben. Führen Sie einfach den Menübefehl Book|Remix Compliant aus. Während der Verarbeitung des Buches, erhalten Sie Warnungen, falls einer der Remailer nicht für Remix ausgelegt ist. Beachten Sie, dass der letzte Remailer Mix unterstützen SOLLTE, aber nicht gezwungenermaßen Remix unterstützen MUSS.
Beachten Sie, dass die Verwendung eines nur teilweise mit Remix arbeitenden Reply-Blockes bereits die Sicherheit erhöht-, auch dann, wenn Sie die Warnung erhalten, dass er nicht für Remix geeignet sei.
WICHTIG: Jack B. Nymble nimmt an, dass ein Remailer, der Remix2 unterstützt, auch Remix und Mix unterstützt. Genauso geht das Programm davon aus, dass ein Remailer, der Remix unterstützt, auch Mix unterstützt. Im unwarscheinlichen Fall, dass ein Remailer zwar Remix2 beherrscht, nicht aber Remix oder Mix, kann der “Remix Compliant Test” bei diesem Remailer falsche Ergebnisse liefern
Anstelle von “Remix-To”, kann auch ein “Encrypt-To” Header verwendet werden. Er stellt Remix komplett ab und sorgt stattdessen für die Verschlüsselung der Nachricht an den folgenden Remailer mit seinem öffentlichen PGP-Schlüssel (Repgp). “Remail-To” wird verwendet, um sowohl Remix, als auch Repgp abzustellen. Dadurch wird die Nachricht ohne weitere Verschlüsselung versendet.
Auch in einem Nachrichtenbuch können sie Remix-to, Encrypt-To und Remail-To Anweisungen verwenden. Normalerweise ist es nicht nötig, weil Mixmaster-Nachrichten einfach erzeugt werden. Dennoch kann es Gründe für Remix-To in Nachrichtenbüchern geben.
Einer ist das Testen von Reply-Blöcken oder der Test von Remailer-Kombinationen, um herauszufinden, ob Remix-To arbeitet. Das erspart Ihnen die Versendung von Reply-Blöcken, nur um letztlich eine funktionierende Kombination zu finden.
Oder sie brauchen an der letzten Position Ihrer Kette einen Cypherpunk-Remailer, weil einige dieser Server z. B. den Einbau eines From-Headers gestatten. Somit können Sie News-Beiträge unter Ihrem anonymen Kurznamen verschicken (Schauen Sie sich den Abschnitt über das Hinzufügen von From-Headern unter “Vorschläge und Erläuterungen” an). In diesen Fällen muss die Nachricht als Cypherpunk-Nachricht versendet werden, aber sie erhöhen durch Remix-To Anweisungen die Sicherheit der Nachricht auf dem Weg zum letzten Remailer.
Sie stellen Remix-To für einen Remailer der Cypherpunk-Kette ein, indem Sie für einen der Remailer-Header “Remix-To” eintragen. Den Wert des Headers können Sie frei lassen. Achten Sie darauf, dass der betreffende Remailer auch remix2 unterstützt. Bei der Erzeugung der Nachricht, ersetzt Jack B. Nymble bei diesem Remailer”Request-Remailing-To” durch “Remix-To”.
Reliable: Sending to UNIX
Wenn Sie auf Ihrem System einen “Reliable”-Remailer installiert haben(oder wenn Sie aus irgendeinem Grunde wollen, dass JBN Mail im UNIX Nachrichten-Format erzeugt), können Sie statt eines SMTP-Servers im Benutzerprofil von JBN (Options|User Profile) auch Ihre Verzeichnis MAILIN von Reliable eintragen. Wählen Sie ein unbenutztes SMTP-Profil und notieren Sie für SMTP Server den kompletten Pfad. Zum Beispiel:
C:\Reliable\Mail\MAILIN
Wählen Sie auch eine Email-Adresse, die im From-Header erscheinen soll. Wenn Sie aus JBN Mail über dieses SMTP-Profil versenden, gelangen die Nachrichten direkt in den angegebenen Pfad. Im Falle von Reliable, werden sie genauso verarbeitet, wie die Nachrichten, die über POP3 abgerufen worden sind.
Auf diesem Wege wird eine Möglichkeit geschaffen, mit JBN Mail direkt an Ihren lokalen Reliable-Remailer zu senden. Beachten Sie, dass die Remailer-Kette, die Sie in einem Nachrichtenbuch zusammenstellen, mit Ihrem Remailer als erstem Glied beginnt. JEDE Mail, die über das UNIX SMTP-Profil geschickt wird, endet im MAILIN-Verzeichnis, unabhängig von der Zieladresse.

